Der Beständige!
Sorteneigenschaften
- Extrem ertragsstabil durch beispielloses Kompensationsvermögen
- Stabile A-Qualität mit Backvolumen 9
- Geeignet für Spätsaat, nach Mais und Rüben
- Offiziell für den Anbau in Bayern, Rheinland-Pfalz und Hessen empfohlen
| Qualität | A9 |
| Zulassungsjahr | 2018 |
| …-Typ | Einzelähre |
| Eignung für Stoppelsaat | geeignet |
| Winterhärte | gut-sehr gut |
| Standfestigkeit | mittel-niedrig |
| Reife | mittelfrüh |
| Auswuchsgefahr | gering |
| Fusarium-Anfälligkeit | gering-mittel |
Vielseitig, verlässlich, leistungsstark
ASORY überzeugt mit einem extremen Kompensationsvermögen, einer gut abzusichernden Standfestigkeit und ist explizit auch für Spätsaaten bzw, nach Mais und Rüben geeignet. Diese Eigenschaften machen sie zur optimalen Wahl für Betriebe, die auf hohe und stabile Erträge setzen.
Was ASORY besonders macht:
- Sehr gute Ertragsleistung in verschiedenen Regionen
- Gute Resistenzen gegen Mehltau, Gelbrost und Ährenfusarium
- Gute Backeigenschaften mit stabilem Proteingehalt
- Sichere Abreife mit gleichmäßigem Kornausbildung
Für Praktiker gemacht
ASORY lässt sich problemlos führen – ob im intensiven Anbau oder in einer eher extensiven Strategie. Seine gute Standfestigkeit und die schnelle Jugendentwicklung sorgen für einen dichten Bestand, der auch bei stärkerem Unkrautdruck die Oberhand behält.
Qualität, die sich vermarkten lässt
Auch die Mühlen haben ASORY längst auf dem Schirm. Dank solider Fallzahlen, hohem Backvolumen und einem konstanten Proteingehalt erfüllt er zuverlässig die Anforderungen für die Backweizenvermarktung. Ein echter Vorteil, wenn du Wert auf eine sichere Abnahme legst.
Für welche Betriebe eignet sich ASORY?
ASORY passt zu dir, wenn du:
- einen wirtschaftlichen A-Weizen mit Rundum-Paket suchst,
- eine robuste, einfach zu führende Sorte willst,
- auf gesunde, ertragsstarke Bestände setzt,
- und Wert auf vermarktbare Qualität legst.
Fazit: ASORY – Deine Sorte, wenn alles stimmen soll
ASORY bringt Leistung, wo du sie brauchst – auf dem Feld, im Silo und auf dem Markt. Er ist unkompliziert im Anbau, stark im Auftritt und flexibel in der Nutzung. Kurz: Eine Sorte, die zu modernen Betrieben passt, die mehr wollen als nur Durchschnitt.
Sortenprofil & Stärken von ASORY Winterweizen
Die Sorte ist ein Winterweichweizen der Qualitätsgruppe A (Qualitätsweizen) und wurde in Deutschland 2018 zugelassen.
In der Praxis wird Asory vor allem dort interessant, wo Ertragssicherheit plus vermarktbare Backqualität gefragt sind. Für die Einordnung sind amtliche Einstufungen (Bundessortenamt/BSL) und mehrjährige Versuchs- bzw. Beratungsergebnisse eine solide Grundlage.
Ertrag & Ertragsstabilität
Bei Winterweizen in Deutschland ist nicht nur das Spitzenertragsniveau entscheidend, sondern vor allem die Stabilität über Jahre, Standorte und Intensitäten. Genau deshalb werden Sorten in vielen Versuchs- und Beratungssystemen in zwei Intensitätsstufen betrachtet: eine extensivere Stufe (Stufe 1) und eine intensivere Stufe (Stufe 2). Das Bundessortenamt erläutert grundsätzlich die Prüfung in zwei Anbauintensitäten (Stufe 1 ohne Fungizide und ohne Wachstumsregulatoren; Stufe 2 mit möglichem Einsatz dieser Betriebsmittel).
Zur Ernte 2024 wird Asory als im Mittel überdurchschnittlich beschrieben und mehrjährig/überregional als durchschnittlich im Kornertrag eingeordnet – mit dem Hinweis, dass die Standfestigkeit bei Bedarf abgesichert werden sollte.
Ein Praxisaspekt für die Wirtschaftlichkeit: In einem Versuch in den vergangenen Jahren (Hanse-Agro, n=1) wurde berichtet, dass Asory bei 20 % reduzierter N-Menge im Vergleich zum voll versorgten Versuch nahezu unveränderte Erträge zeigte. Das ist ein Hinweis auf Potenzial in Richtung N-Effizienz – sollte aber betrieblich immer über mehrere Jahre/Schläge gegengeprüft werden.
Qualität & Vermarktung
Asory ist ein A-Weizen. Die Zuordnung zu Qualitätsgruppen folgt beim Bundessortenamt definierten Mindestanforderungen zu zentralen Qualitätsmerkmalen; dabei spielt die Volumenausbeute (RMT) eine zentrale Rolle.
In der BSL-Qualitätsübersicht wird Asory u. a. mit einer sehr hohen Volumenausbeute (Note 9) und einer guten Wasseraufnahme (Note 6) geführt – beides stützt die Vermarktung als backfähiger Qualitätsweizen.
Zur Einordnung der Protein-Thematik: Das Bundessortenamt weist darauf hin, dass der Rohproteingehalt seit 2019 nicht mehr für die reine Qualitätsgruppenzuordnung verwendet wird, weil Praxispartien einer Sorte einen weiten Proteinbereich zeigen. Dennoch bleibt Protein ein wichtiges Handelskriterium – und Sorten unterscheiden sich im Proteinbildungsvermögen.
Für die Praxis besonders spannend ist in diesem Kontext der Gedanke der Protein-Effizienz: Sorten mit hoher Protein-Effizienz erzielen hohe Volumenausbeuten bei vergleichsweise niedrigerem Rohproteingehalt.
Anbauempfehlung: Asory Winterweizen anbauen
Damit Asory Winterweizen sein Potenzial ausspielt, entscheidet – wie bei jeder Winterweizen Sorte – die Kombination aus Standort, Saatstrategie und Bestandesführung. Die folgenden Empfehlungen sind bewusst praxisnah formuliert und lassen sich gut in die übliche Betriebsplanung (Deutschland) integrieren. Grundlage sind amtliche Einstufungen und praxisorientierte, regionale Sortenhinweise.
Standortansprüche und Fruchtfolge
Winterweizen reagiert insgesamt sehr sensibel auf Bodenstruktur, Wasserverfügbarkeit und N-Nachlieferung. Asory wird in Sortenunterlagen als breit einsetzbar beschrieben und ausdrücklich auch für anspruchsvollere Situationen wie späte Saatfenster bzw. Vorfrucht Mais genannt.
Gerade nach Mais gilt: Das Ährenfusarium-Risiko steigt besonders dann, wenn Maisvorfrucht mit nicht wendender Bodenbearbeitung kombiniert wird – Maisstoppelreste an der Oberfläche sind eine zentrale Infektionsquelle.
Für die Absicherung zählen dann mehrere Bausteine gleichzeitig: Fruchtfolge/Bodenbearbeitung, Sortenwahl (Fusarieneinstufung), Bestandesführung zur Vermeidung von Lager sowie – wenn nötig – ein gezielter Fungizideinsatz im passenden Zeitfenster.
Aussaatzeitpunkt und Saatstärke
Für die Ertragssicherheit ist entscheidend, dass der Bestand vor Winter ausreichend bestockt, ohne in ein „Überwuchs“-Risiko zu laufen. Gleichzeitig gilt: Mit später werdender Aussaat sinkt die Bestockungszeit – dann muss die Saatstärke als Stellschraube nach oben angepasst werden.
Praxiswerte (Richtgrößen, Körner/m²) für Asory nach Saattermin:
| Saatfenster | Termin (Richtwert) | Körner/m² (Orientierung) |
|---|---|---|
| früh | 20.09.–05.10. | 230 |
| normal | 06.10.–15.10. | 270 |
| spät | 16.10.–31.10. | 290–340 |
Zusätzlich wird als Zielgröße eine Bestandesdichte von ca. 500–550 Ähren/m² (Standort abhängig) genannt.
Damit diese Zahlen im Betrieb wirklich passen, lohnt die Umrechnung in kg/ha über TKM und Keimfähigkeit. Viele Betriebe berechnen die Aussaatmenge deshalb über Zielbestandesdichte, Beährungskoeffizient, TKM sowie Ausfall-/Überwinterungsverluste; die Landwirtschaftskammer NRW beschreibt hierfür eine nachvollziehbare Berechnungslogik und betont, Saatstärken unter zunehmenden Witterungsextremen nicht zu knapp zu bemessen.
Praktische Hilfe bietet außerdem eine rechnergestützte Aussaatmengenberechnung (Kornzahl/m² x TKG ) / Keimfähigkeit = kg/ha).
Bestandesführung: Düngung, Lagervermeidung, Ertragsaufbau
Ein stabiler Winterweizen-Ertrag entsteht aus den Ertragsstrukturmerkmalen Bestandesdichte (Ähren/m²), Kornzahl je Ähre und TKM – und genau diese Merkmale können Sorten unterschiedlich gut kompensieren.
Stickstoff (N) praxisnah steuern:
Für Wintergetreide wird die erforderliche N-Menge häufig auf Basis der Nmin-Methode und eines standort- bzw. kulturartspezifischen Sollwertes abgeleitet. Das Ziel ist nicht der Höchstertrag, sondern das ökonomische Optimum; Überhöhungen steigern nicht nur Kosten, sondern erhöhen auch Lager- und Krankheitsrisiken und verschlechtern die N-Ausnutzung.
Zur Gabenteilung wird häufig in drei Teilgaben gearbeitet (Startgabe, Schossergabe, Spätgabe); für die erste Gabe nennt die Landwirtschaftskammer NRW als bewährte Größenordnung 50–70 kg N/ha (je nach Bestandesentwicklung).
Lager absichern:
Asory wird oft als etwas weniger standfest eingeordnet, sodass bei Bedarf eine Absicherung sinnvoll ist.
Gerade auf wüchsigen Standorten, bei früher Saat oder bei organischer N-Nachlieferung lohnt ein klares Augenmerk auf Bestandesdichte, N-Gaben und (falls üblich) Wachstumsreglerstrategie – Ziel ist ein tragfähiger, gleichmäßiger Bestand ohne Totallager, weil Lager sowohl Ertrag als auch Qualität (z. B. Fallzahl, Auswuchs) massiv gefährden kann.
Krankheitsresistenzen und Pflanzenschutzstrategie
Für die Praxis ist weniger wichtig, „ob“ eine Sorte Krankheiten bekommen kann, sondern wann und unter welchen Bedingungen das Risiko steigt. Genau dafür helfen die BSA-Einstufungen als Orientierungsgröße – sie sind sortimentsbezogen und werden als 1–9-Noten beschrieben.
Krankheitsprofil (BSA-Noten, Auswahl):
Mehltau (2) und Braunrost (3) sprechen für eine geringe Anfälligkeit; Blattseptoria (4) und Gelbrost (5) liegen im mittleren Bereich, DTR (6) ist auffälliger und sollte besonders bei passenden Vorfrucht-/Strohbedingungen mitgedacht werden. Ährenfusarium liegt bei Note 4 (mittlerer Bereich).
Praktische Konsequenz für den Pflanzenschutz (integrierter Ansatz):
In feuchten Jahren und Regionen haben Blattseptoria und Ährenfusarium mehr Bedeutung; in anderen Regionen treten Rostkrankheiten häufiger auf – und Resistenzen können sich über die Jahre verändern. Deshalb bleiben regelmäßige Bestandkontrollen und ein risikoorientiertes Vorgehen Teil der guten fachlichen Praxis.
Fusarium nach Mais (besonders relevant bei Spätsaat/Weizen nach Mais):
Die LfL beschreibt, dass bei wechselfeuchter Witterung und Temperaturen > 16 °C eine Infektion ab Ährenschieben bis Ende Blüte möglich ist und Maisstoppelreste eine wichtige Infektionsquelle sind. Sie betont zudem, dass keine Einzelmaßnahme Fusarium vollständig verhindern kann – nur ein integrierter, mehrfaktorieller Ansatz bringt das Risiko in den Griff.
Wenn Asory als Weizen nach Mais eingesetzt wird, ist deshalb ein sauberer Dreiklang sinnvoll: Stroh-/Bodenmanagement, standfester Bestand (Lager vermeiden), und – bei hohem Risiko – ein gezieltes, zeitlich passendes Fungizidkonzept.
Ernte, Fallzahl und Abreifemanagement
Die Fallzahl reagiert stark auf Abreife- und Erntebedingungen; neben der absoluten Fallzahl ist daher die Fallzahlstabilität als Sortenmerkmal wichtig und wird beim Bundessortenamt symbolisch beschrieben.
Für Asory werden in regionalen Hinweisen eine hohe Fallzahl (BSA-Note 7) und eine stabile Einordnung genannt; gleichzeitig weisen Praxisunterlagen darauf hin, dass die Fallzahl nicht in jedem Jahr ausreichend stabil sein kann und ein rechtzeitiger Drusch Vorteile bringt. Daraus folgt die praxistaugliche Empfehlung: Erntefenster aktiv planen (Abreife beobachten, Bestände priorisieren, ggf. getrennte Ernte bei Fusariumrisiko), um Qualität und Vermarktungsfähigkeit zu sichern.
FAQ: Asory Winterweizen
Was zeichnet die Sorte Asory Winterweizen aus?
Asory ist ein A-Weizen (Qualitätsweizen) mit dem Anspruch, Ertragssicherheit und backfähige Qualität zusammenzubringen. In amtlichen Qualitätsübersichten wird Asory mit sehr hoher Volumenausbeute (entscheidend für die Einstufung in höhere Qualitätsgruppen) und guter Wasseraufnahme beschrieben. Dadurch kann die Sorte insbesondere dann überzeugen, wenn du einen wirtschaftlich stabilen Qualitätsweizen suchst, der nicht nur „in einem Spezialfenster“ funktioniert.
Für welche Standorte ist Asory geeignet?
Asory wird als breit einsetzbar beschrieben und wird in der Praxis auch in Strategien genutzt, die Spätsaat oder Weizen nach Mais umfassen. Wichtig ist dabei die saubere Anpassung von Saatmenge, N-Strategie und – bei Maisvorfrucht – Fusarium-Risikomanagement (Stroh-/Bodenbearbeitung, Bestandesführung, ggf. gezielte Maßnahmen zur Blüte).
Wie hoch ist das Ertragspotenzial von Asory?
In der amtlichen Sortenbeschreibung wird der Kornertrag sowohl in der extensiveren Stufe 1 als auch in der intensiveren Stufe 2 mit Note 6 beschrieben – damit liegt Asory über dem mittleren Niveau. Das ist ein starkes Signal für Ertragsfähigkeit, wenn die Bestandesführung zur Situation passt. Regionale Sortenhinweise ordnen Asory zur Ernte 2024 im Mittel als überdurchschnittlich ein und mehrjährig als mindestens durchschnittlich, mit dem Hinweis auf standfestigkeitsseitige Absicherung bei Bedarf.
Eignet sich Asory für Spätsaat und Stoppelsaat?
Ja, Asory wird in Sortenunterlagen ausdrücklich mit sehr guter Spätsaateignung beschrieben. Entscheidend ist dann die angepasste Saatstärke, weil die Bestockungszeit abnimmt. Als Richtwert werden (je nach Saatfenster) im Bereich von ca.300 bis 340 Körnern/m² genannt. Für Stoppelweizen gilt zusätzlich: Achte auf Feldaufgang, Strohverteilung und – je nach Vorfrucht – das Fusariumrisiko.
Wie steht es um Krankheitsresistenzen und Pflanzenschutz?
Asory zeigt in den BSA-Noten eine geringe Anfälligkeit bei Mehltau und Braunrost; bei Gelbrost und Blattseptoria liegt die Sorte im mittleren Bereich, und bei DTR ist das Risiko höher einzuordnen. Daraus ergibt sich eine praxistaugliche Strategie: Bestände regelmäßig kontrollieren, Maßnahmen risikoorientiert setzen (Witterung, Standorte, Vorfrucht, Befallsschwellen), und bei Maisvorfrucht das Fusariumpaket (Fruchtfolge/Bodenbearbeitung, Lager vermeiden, ggf. gezielte Blütenbehandlung) ernst nehmen.
Welche Qualität kann ich bei Asory erwarten – und worauf sollte ich bei der Vermarktung achten?
Asory ist als Qualitätsweizen (A) eingestuft. Für die Backqualität ist die Volumenausbeute ein zentrales Kriterium; das Bundessortenamt beschreibt Mindestanforderungen für die Qualitätsgruppen, und Asory wird mit sehr hoher Volumenausbeute geführt. Gleichzeitig gilt: Der Rohproteingehalt bleibt ein wichtiges Handelskriterium, auch wenn er nicht mehr die formale Gruppenzuordnung bestimmt. In der Praxis lohnt deshalb die frühe Abstimmung mit Handel/Mühle (Zielqualitäten, gewünschte Parameter) – und daraus abgeleitet eine passende N- und Erntestrategie.