Winterweizen

CAMPESINO B

CAMPESINO Winterweizen – Ertragssicher, robust, alltagstauglich | Secobra

CAMPESINO B

Das Plus im Ertrag!

Sorteneigenschaften

  • Seit Jahren kontant höchste Erträge
  • Umweltstabil
  • Ausfallsicheres Korn
  • Pch1-Resistenzgen gegen Halmbruch
  • Früh mit riesigem Erntefenster
Qualität B5
Zulassungsjahr2019
…-TypKompensationstyp
Eignung für Stoppelsaatsehr geeignet
Winterhärtegut
Standfestigkeitgut
Reifemittelfrüh
Auswuchsgefahrgering
Fusarium-Anfälligkeitmittel

CAMPESINO ist genau die Sorte, die man sich als verlässlichen Partner auf dem Feld wünscht: Unkompliziert im Anbau, robust im Bestand und ertragssicher über die Jahre hinweg. Ein echter Alltagsweizen, der nicht viel Aufhebens macht – aber abliefert, wenn es darauf ankommt.

Konsequent ertragsorientiert

Mit CAMPESINO holst du dir eine Sorte auf den Acker, die sich auf ihre Stärken konzentriert: hohe Ertragsleistung, zügige Pflanzenentwicklung und eine solide Standfestigkeit. Genau das, was Betriebe brauchen, die eine Sorte suchen, die mitdenkt statt zickt.

Die Stärken von CAMPESINO auf einen Blick:

  • Hohe bis sehr hohe Kornerträge über viele Standorte hinweg
  • Gutes Resistenzpaket – insbesondere bei Mehltau und Braunrost
  • Hohe Fallzahlen und gute Fallzahlstabilität
  • Stabiler Wuchs mit homogener Abreife

Ideal für entspannte Bestandesführung

Dank ihrer natürlichen Vitalität lässt sich CAPRI auch bei reduziertem Pflanzenschutzaufwand gut führen. Sie bestockt zügig, schließt schnell den Bestand und unterdrückt zuverlässig Unkraut. Ein echter Vorteil in Regionen mit eingeschränkten Behandlungsmöglichkeiten oder Fokus auf Nachhaltigkeit.

Ideal für betriebliche Praxis

CAMPESINO ist keine Sorte, die viel Aufmerksamkeit fordert. Er wächst ruhig und gleichmäßig, ist wenig anfällig für Lager und zeigt sich auch bei wechselhaftem Witterungsverlauf erstaunlich gelassen. Das spart Zeit, Ressourcen und Nerven – gerade in arbeitsreichen Phasen.

Marktgerechte Qualität, solide im Silo

Auch in Sachen Kornqualität liefert CAMPESINO genau das, was der Handel erwartet: verlässliche Qualitätseigenschaften, ein ordentliches Hektolitergewicht und eine gleichmäßige Kornsortierung. Kein Überflieger, aber eine Bank in Sachen Vermarktungssicherheit.

CAMPESINO passt zu dir, wenn …

  • du eine robuste, unkomplizierte Sorte mit Fokus auf Ertrag suchst,
  • du deine Abläufe effizient halten willst, ohne Qualität zu verschenken,
  • du eine Sorte brauchst, die auch bei Stress stabil bleibt,
  • und du deine Felder mit einem soliden Ertragsweizen besetzen möchtest.

Fazit: CAMPESINO – Einfach. Gut. Weizen.

CAMPESINO ist kein Showstar – sondern der Typ Sorte, der „morgens früh aufsteht und einfach funktioniert“. Für alle, die pragmatisch wirtschaften und dabei keine Kompromisse bei Stabilität und Leistung eingehen wollen, ist CAMPESINO eine ausgezeichnete Wahl.

Hinweis: Die dargestellten Eigenschaften, Daten und Grafiken geben die Erkenntnisse aus Wertprüfungen, Landessortenversuchen und Eigenversuchen wieder. Wir übernehmen keine Haftung für die Angaben. Auswahl der Vergleichssorten durch SECOBRA Saatzucht GmbH. Stand: April 2026

Sortenprofil für den Praxisbetrieb

CAMPESINO ist ein in Deutschland zugelassener Winterweichweizen der Qualitätsgruppe B; in den amtlichen Sortenlisten wird die Sorte seit 2019 geführt. Agronomisch fällt sie durch eine eher gute Standfestigkeit, eine geringe Anfälligkeit gegenüber Halmbruch beziehungsweise Pseudocercosporella und eine vergleichsweise günstige Einstufung bei Braunrost auf. Gleichzeitig zeigt die amtliche Beschreibung, dass der Ertrag bei CAMPESINO stärker über eine hohe Kornzahl je Ähre als über eine sehr hohe Tausendkornmasse abgesichert wird. Für die Praxis heißt das: Die Sorte profitiert davon, wenn die Bestände bis zum Fahnenblatt gesund gehalten werden und die Kornfüllung nicht unnötig unter Druck gerät.

Bei der Qualität ergibt sich ein klar ertragsorientiertes B-Weizen-Profil. Das Hektolitergewicht wird amtlich im soliden Bereich beschrieben, die Fallzahl ist gut, die Mehlausbeute auffällig stark, der Rohproteingehalt dagegen eher niedrig. Genau daraus entsteht das typische Einsatzprofil von CAMPESINO: interessant für Betriebe, die zuverlässig vermarktbare Ware oder ertragsstarken Futterweizen suchen, aber keine Sorte benötigen, die primär über Spitzenprotein glänzt. In der bayerischen Sortenbeschreibung lag der Rohproteingehalt im Fünfjahresmittel bei 11,2 Prozent, was die ertragsbetonte Ausrichtung zusätzlich unterstreicht.

Mehrjährige Versuchs- und Praxisdaten stützen diesen Eindruck. In Nordrhein-Westfalen wurde CAMPESINO 2023 als früher, sehr ertragsbetonter Futterweizen mit hohen Kornerträgen in fast allen Versuchen beschrieben; 2024 wurden die Erträge regional differenzierter bewertet, mehrjährig aber weiterhin als leicht überdurchschnittlich eingeordnet. In Niedersachsen überzeugte die Sorte 2024 vor allem auf Lehmböden Nordwest und Südhannover sowie in Höhenlagen genug für eine eingeschränkte Empfehlung. Das passt zu einem Sortenbild, das keine Showeffekte braucht, sondern vor allem über solide Leistungen im Feld tragen soll.

Anbauempfehlung und Bestandesführung

Winterweizen stellt insgesamt hohe Ansprüche an Bodenfruchtbarkeit und Wasserversorgung. Nach den Empfehlungen der Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein eignen sich kalkhaltige, nährstoffreiche und tiefgründige Böden besonders gut; sichere Erträge werden dort ab etwa 50 Bodenpunkten erwartet. Auf Grenzstandorten ab rund 25 bis 30 Bodenpunkten ist Winterweizen ebenfalls möglich, wenn die Wasserversorgung passt und Sorte sowie Fruchtfolge dazu passen. Für CAMPESINO ist dieses Grundmuster relevant: Die Sorte kann auf guten Weizenstandorten ihr Ertragspotenzial ausspielen, zeigt aber zugleich Vorteile dort, wo frühe Reife, Saatzeitflexibilität und eine robuste Herbstentwicklung gefragt sind.

Bei der Saatzeit gehört CAMPESINO zu den Sorten, die in der Praxis als flexibel gelten. Die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen beschreibt Winterweizen generell als Getreideart mit der höchsten Saatzeitflexibilität und hebt CAMPESINO in Stoppel- und Spätsaatversuchen ausdrücklich positiv hervor. Mehrjährig erzielte die Sorte sowohl bei Normal- als auch bei Spätsaaten deutlich überdurchschnittliche Erträge; zudem wird CAMPESINO dort als besonders winterhart beschrieben. Für Betriebe bedeutet das: Nach spät räumenden Vorfrüchten wie Zuckerrüben oder Körnermais bleibt CAMPESINO eine interessante Option, solange das Saatbett sauber vorbereitet wird und der spätere Saattermin nicht mit unnötig niedrigen Saatstärken kombiniert wird.

Für die Aussaatstärke lassen sich praxisnahe Richtwerte aus der allgemeinen Winterweizenberatung mit den sorterelavanten Eigenschaften von CAMPESINO verbinden:

  • bei frühem Saattermin auf sicheren, sauberen Standorten etwa 220 bis 240 keimfähige Körner je Quadratmeter, wobei Frühsaaten nicht generell zu empfehlen sind, weil Ungras-, Virus- und Krankheitsrisiken steigen können,
  • bei normalem Saattermin meist etwa 260 bis 320 keimfähige Körner je Quadratmeter,
  • bei Spätsaaten oder ungünstigen Auflaufbedingungen etwa 350 bis 380, in Problemfällen bis 400 keimfähige Körner je Quadratmeter.

Für CAMPESINO spricht die rasche Herbstentwicklung dafür, bei guter Saatbettqualität und termingerechter Aussaat eher im unteren bis mittleren Bereich dieser Spannen zu bleiben. Nach Weizen, bei klutigen Saatbetten, auf problematischen Böden oder in späten Novemberterminen sollte die Saatstärke dagegen bewusst angehoben werden. Genau dafür sprechen sowohl die allgemeine Weizenberatung als auch die positiven Erfahrungen mit CAMPESINO in Stoppel- und Spätsaatversuchen.

In der Bestandesführung bleibt CAMPESINO ein Weizen für klare, aber nicht überkomplizierte Entscheidungen. Für Winterweizen empfiehlt die Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein eine N-Aufteilung von etwa 35 bis 40 Prozent zum Vegetationsbeginn, 35 bis 40 Prozent zur Schosserdüngung in EC 30 bis 32 und 20 bis 30 Prozent als Spätdüngung in EC 39 bis 47. Bei CAMPESINO ist diese Strategie besonders dann sinnvoll, wenn B-Qualität angestrebt wird: Der Proteingehalt ist von Natur aus nicht die Hauptstärke der Sorte, sodass eine standort- und sortengerechte Düngestrategie wichtiger ist als bei proteinbetonteren Sorten.

Wichtig für die Herbizidplanung: CAMPESINO ist nach der offiziellen CTU-Sortenliste aus Schleswig-Holstein nicht verträglich gegenüber Chlortoluron; in einer bayerischen Beratungsliste wird die Sorte sogar mit „CTU **“ geführt, also ohne jeglichen Einsatz CTU-haltiger Herbizide. Das sollte unbedingt bereits im Herbst mitgedacht werden, damit die Ungras- und Unkrautstrategie vom ersten Tag an zur Sorte passt.

Pflanzengesundheit und Resistenzstrategie

Die Pflanzengesundheit von CAMPESINO ist in der Praxis differenziert zu betrachten. Zu den klareren Stärken zählen Halmbruch beziehungsweise Pseudocercosporella und Braunrost. Das erklärt auch, warum CAMPESINO in NRW und Bayern wiederholt als stoppelweizentauglich beschrieben wird: Gerade in engeren Getreidefruchtfolgen helfen gute Halmbrucheinstufungen enorm. Ebenfalls positiv ist, dass die Sorte in Nordrhein-Westfalen 2024 ausdrücklich wegen ihrer geringen Braunrostanfälligkeit hervorgehoben wurde.

Die Achillesferse bleibt jedoch Gelbrost. Sowohl die amtliche BSA-Einstufung als auch die Kammerberichte aus Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen zeigen, dass CAMPESINO hier aufmerksam geführt werden muss. NRW bezeichnete die Sorte 2023 ausdrücklich als gelbrostanfällig und empfahl einen angepassten Fungizideinsatz; Niedersachsen beobachtete 2024 in gelbrostanfälligen Sorten wie CAMPESINO frühen Befall am Bestand. Hinzu kommt, dass NRW 2024 von einer höheren Anfälligkeit gegenüber frühen Blattkrankheiten sprach. Für die Praxis heißt das: CAMPESINO ist keine Sorte für blind reduzierten Fungizideinsatz, wenn Standort, Aussaattermin und Witterung Gelbrost oder frühe Blattkrankheiten begünstigen.

Bei Mehltau, Blattseptoria und DTR liegt CAMPESINO eher im mittleren bis leicht kritischen Bereich. Das ist kein Ausschlusskriterium, aber es verlangt saubere Bestandsbeobachtung. Wer mit frühen Saaten, dichter Fruchtfolge oder strohreichen Bedingungen arbeitet, sollte das Fungizidprogramm nicht nach Kalender, sondern nach Risiko aufbauen. Die allgemeine Winterweizenberatung in Schleswig-Holstein sieht bei Bedarf Blattbehandlungen gegen Mehltau, Halmbruch und Septoria in EC 30 bis 31 sowie gegen Blattseptoria und Roste in EC 37 bis 39 vor. Genau dieses risikoorientierte Vorgehen passt gut zu CAMPESINO.

Beim Ährenfusarium ist die Einordnung interessant: Amtlich ist CAMPESINO nicht als ausgesprochene Spitzen-Fusariumsorte beschrieben, zugleich zeigen mehrjährige bayerische DON-Versuche sehr niedrige DON-Gehalte. Über 11 Orte im Zeitraum 2020 bis 2025 lag CAMPESINO bei 0,71 mg DON je kg und damit relativ bei 60, während der Kornertrag mit 97,0 dt/ha relativ 103 betrug. Das spricht für ein in der Praxis attraktives Verhältnis aus Ertrag und Kornhygiene. Trotzdem gilt: In maisbetonten Fruchtfolgen oder unter feucht-warmer Blüte ist CAMPESINO keine Freikarte. Die LfL weist darauf hin, dass eine optimal terminierte Fusariumspritzung zur Blüte den DON-Gehalt um bis zu 70 Prozent senken kann und dass Sortenwahl, Strohverteilung und Bodenbearbeitung gemeinsam gedacht werden müssen.

Ertrag und Wirtschaftlichkeit

Ertragsseitig ist CAMPESINO klar als ertragsorientierter B-Weizen angelegt. In der Beschreibenden Sortenliste des Bundessortenamts liegen die Kornertragsnoten bei 6 in Stufe 1 und 7 in Stufe 2. Das bestätigt, dass die Sorte nicht nur unter intensiverer Führung, sondern auch in der extensiveren Stufe ordentlich abschneidet. Entscheidend ist dabei der Ertragsaufbau: mehr Kornzahl je Ähre, weniger Fokus auf maximale TKM. Das macht CAMPESINO interessant für Betriebe, die Bestände sauber etablieren und die Blattgesundheit bis in die Kornfüllung hinein absichern.

Aus betriebswirtschaftlicher Sicht punktet CAMPESINO vor allem dort, wo Ertragssicherheit, frühe bis recht frühe Reife und Saatzeitflexibilität einen echten Arbeitsvorteil bringen. In NRW wurde die Sorte 2023 für alle Anbaugebiete sowie als Stoppelweizen empfohlen, weil hohe Erträge, relative Winterhärte und Standfestigkeit zusammenkamen. In Stoppel- und Spätsaatversuchen erzielte CAMPESINO sowohl bei Normal- als auch bei Spätsaat deutlich überdurchschnittliche Erträge. Das hilft besonders in Jahren, in denen Betriebsabläufe durch späte Vorfrüchte, Witterungsfenster oder Arbeitsengpässe unter Druck geraten.

Wirtschaftlich sollte CAMPESINO weniger über Proteinprämien als über Hektarertrag, druschreifes Timing und sichere Vermarktung gedacht werden. Das passt auch zur aktuellen Kammerberatung: Nordrhein-Westfalen weist 2025 ausdrücklich darauf hin, dass Betriebe für eine sichere B-Vermarktung nicht nur die Sorte, sondern auch eine passende Düngestrategie brauchen und dass die Preisaufschläge gegenüber Futterweizen ökonomisch genau geprüft werden müssen. Bei CAMPESINO ist diese Abwägung besonders wichtig, weil der Rohproteingehalt eher niedrig ist. Wer die Sorte auswählt, sollte also bewusst entscheiden, ob die Stärken im Ertrag und in der Anbausicherheit den möglichen Verzicht auf hohe Proteinaufschläge betriebswirtschaftlich überwiegen.

Für Futterbaubetriebe und eigenmischende Betriebe kommt noch ein zusätzlicher Aspekt hinzu: In einem mehrjährigen bayerischen Projekt zum Qualitäts- und Futterweizenanbau gehörte CAMPESINO zu den Sorten mit geringem Phosphorgehalt im Korn. Das kann für P-reduzierte Rationen im Schweinebereich ein interessanter Nebeneffekt sein, auch wenn dieser Vorteil in der klassischen Marktvermarktung naturgemäß weniger ins Gewicht fällt.

Einsatzbereiche und Praxiseignung

CAMPESINO passt besonders gut zu Betrieben, die einen frühen, ertragsstarken Winterweizen für breite Einsatzbereiche suchen. Dazu zählen klassische Weizenstandorte mit guter Wasserversorgung ebenso wie praxisnahe Fruchtfolgen, in denen Stoppelweizen, späte Aussaat oder eine frühe Ernte logistisch wichtig sind. Die Sorte wurde in offiziellen Beratungen wiederholt für den Stoppelweizenanbau genannt und in NRW sowie Bayern explizit als hierfür geeignet beschrieben. Wer also Winterweizen nach Winterweizen nicht völlig vermeiden kann, findet in CAMPESINO eine Sorte, die aus agronomischer Sicht besser zu dieser Situation passt als viele andere.

Auch auf Standorten mit Risiko für Vorsommertrockenheit kann CAMPESINO interessant sein, weil frühe Sorten in solchen Situationen einen Entwicklungsvorsprung nutzen können. Gleichzeitig zeigte das nasse Jahr 2024 in NRW, dass frühe Sorten unter staunassen oder dauerhaft feuchten Bedingungen regional auch deutliche Nachteile haben können. CAMPESINO ist deshalb keine Pauschallösung für jeden Schlag, sondern besonders dort stark, wo die Betriebsanforderungen zur Sorte passen: frühe Reife, flexible Saat, stoppelweizentaugliche Anlage und ein Fungizidmanagement, das Gelbrost im Blick behält.

Für die Website sind an dieser Stelle sinnvolle interne Verknüpfungen naheliegend, etwa zu Winterweizen-Saatgut, Stoppelweizen, Sorten für Spätsaat, Saatgut für maisbetonte Fruchtfolgen oder weiteren B-Weizen im Portfolio. So wird CAMPESINO nicht nur als Einzelprodukt, sondern als Teil einer praxisgerechten Sorten- und Beratungslösung sichtbar. Wer genau dieses Profil sucht, findet mit CAMPESINO eine schlüssige Option im SECOBRA-Portfolio.

FAQ zu CAMPESINO

Was zeichnet Campesino aus?
CAMPESINO ist ein ertragsorientierter B-Winterweizen mit guter Standfestigkeit, starker Kornzahl je Ähre, solider Qualität und einer klaren Praxiseignung für Stoppelweizen und Spätsaaten. Besonders positiv fallen Halmbruch- und Braunrosteinstufung auf; Gelbrost verlangt dagegen Aufmerksamkeit.

Für welche Standorte eignet sich die Sorte?
Am besten passt CAMPESINO auf klassische Winterweizenstandorte mit guter Bodenfruchtbarkeit. Gleichzeitig ist die Sorte interessant für Betriebe mit späten Saatterminen, engen Getreidefruchtfolgen oder Bedarf an früher Ernte. Auf leichteren oder trockeneren Standorten kann die frühe Reife hilfreich sein, auf sehr nassen und staunassen Flächen sollten die regionalen Erfahrungen stärker gewichtet werden.

Welche Vorteile bietet Campesino im Anbau?
Praxisrelevant sind vor allem die Saatzeitflexibilität, die Eignung als Stoppelweizen, die ordentliche Standfestigkeit und das gute Verhältnis aus Ertrag und DON-Sicherheit. Im bayerischen Mehrjahresversuch lag CAMPESINO beim Ertrag über Versuchsmittel und zugleich deutlich unter dem DON-Mittel. Das kann die Sorte gerade in ertragsorientierten Marktfrucht- und Futterbaubetrieben wirtschaftlich attraktiv machen.

Worauf sollte man bei Pflanzenschutz und Bestandesführung achten?
Entscheidend ist eine saubere Gelbrost- und Blattkrankheitsüberwachung, besonders bei frühen Saaten und höherem Befallsdruck. Nach Mais oder in fusariumsensiblen Fruchtfolgen sollten Strohmanagement, Bodenbearbeitung und gegebenenfalls eine gezielte Ährenbehandlung sauber eingeplant werden. Zudem ist CAMPESINO nicht CTU-verträglich, was schon bei der Herbizidstrategie im Herbst berücksichtigt werden sollte.

Nach oben scrollen