Hochertrag ohne Fusarium
Sorteneigenschaften
- APS 3 in Ährenfusarium
- Winterhart undunempfindlich gegen Spätfröste
und Roste - Extrem tolerant gegenüber Rostkrankheiten
- Geringe Wuchshöhe
- Für jeden Saattermin geeignet
| Qualität | B |
| Zulassungsjahr | 2024 |
| …-Typ | Bestandesdichtetyp |
| Eignung für Stoppelsaat | sehr gut geeignet |
| Winterhärte | gut |
| Standfestigkeit | mittel |
| Reife | mittel – spät |
| Auswuchsgefahr | gering |
| Fusarium-Anfälligkeit | gering – mittel |
Hinweis: Die dargestellten Eigenschaften, Daten und Grafiken geben die Erkenntnisse aus Wertprüfungen, Landessortenversuchen und Eigenversuchen wieder. Wir übernehmen keine Haftung für die Angaben. Auswahl der Vergleichssorten durch SECOBRA Saatzucht GmbH. Stand: April 2026
WESTPORT ist der Winterweizen für alle, die vor allem eines wollen: Ertrag – ohne ständig eingreifen zu müssen. Kurz im Wuchs, robust gegen Rost und gesund in der Ähre bringt dieser B-Weizen das Korn zuverlässig in den Hafen. Eine Sorte, die im Bestand wenig Aufhebens macht, aber genau dann liefert, wenn es zählt.
Ertrag, der Maßstäbe setzt
WESTPORT ist die Neuzulassung 2024, die vor allem über eine Kennzahl spricht: In der Beschreibenden Sortenliste des Bundessortenamts erreicht WESTPORT die höchste Ertragseinstufung aller B-Weizen – Note 8 im unbehandelten Anbau (Stufe 1) und Note 8 in der behandelten Stufe 2. Damit gehört die Sorte zur Ertragsspitze im B-Segment und spielt ihr Potenzial sowohl bei intensiver als auch bei reduzierter Führung aus.
Der Ertrag wird bei WESTPORT klassisch über die Bestandesdichte aufgebaut: viele Ähren je Quadratmeter, dazu eine mittlere Kornzahl je Ähre. Für die Praxis heißt das, dass sich das hohe Potenzial vor allem dann ausschöpfen lässt, wenn der Bestand von Beginn an dicht genug etabliert wird. Genau darauf ist die Sorte als kurzstrohiger Bestandesdichtetyp ausgelegt.
Was WESTPORT mitbringt:
- Höchste Ertragseinstufung aller B-Weizen (APS 8/8)
- Ausgeprägte Rostgesundheit – Gelbrost über das Yr2b-Gen, Braunrost mit sehr geringer Anfälligkeit
- Gute Fusariumtoleranz in der Ähre – Hochertrag ohne Fusarium-Sorge
- Kurze Wuchshöhe für einen unkomplizierten Bestand
- Hohe Fallzahlen und geringe Auswuchsgefahr für Vermarktungssicherheit
Gesund durch die Saison – Pflanzenschutz mit Augenmaß
Die Blattgesundheit ist eine der größten Stärken von WESTPORT. Gegen Gelbrost trägt die Sorte das Resistenzgen Yr2b und ist entsprechend niedrig eingestuft; gegen Braunrost, der in den letzten Jahren regional wieder stark aufgetreten ist, zeigt sie ebenfalls eine sehr geringe Anfälligkeit. Auch bei Mehltau liegen die Stärken der Sorte. In der Ähre überzeugt WESTPORT mit einer guten Fusariumtoleranz, sodass sich hohe Erträge und niedriges Mykotoxinrisiko gut miteinander verbinden lassen.
Dieses Gesundheitspaket macht WESTPORT zu einer Sorte, die sich mit einem risikoorientierten, eher schlanken Fungizidprogramm führen lässt. Statt nach Kalender zu spritzen, kann der Aufwand am tatsächlichen Befallsdruck ausgerichtet werden – ein echter Vorteil in Regionen mit eingeschränkten Behandlungsmöglichkeiten oder klarem Nachhaltigkeitsfokus.
Kurz gewachsen, unkompliziert geführt
WESTPORT bleibt kurz im Wuchs, was das Lagerrisiko von Natur aus senkt und die Bestandesführung erleichtert. Die offizielle Standfestigkeit ist mittel eingestuft: Auf wüchsigen Standorten, nach organischer Düngung oder bei sehr hohen Bestandesdichten sollte der Wachstumsregler daher nicht komplett gestrichen, sondern situationsgerecht eingesetzt werden. In Kombination mit der kurzen Wuchshöhe reicht dafür in der Regel ein maßvolles Standardprogramm.
Hinzu kommt eine gute Winterhärte samt Unempfindlichkeit gegenüber Spätfrösten sowie eine ausgeprägte Eignung für die Stoppelsaat. Das macht WESTPORT flexibel im Saatfenster und robust gegenüber den kleinen und großen Wetterkapriolen einer Saison.
Marktgerechte Qualität mit hohen Fallzahlen
Als ertragsbetonter B-Weizen liefert WESTPORT genau die Qualität, die der Handel erwartet. Besonders positiv fallen die hohen Fallzahlen und die geringe Auswuchsgefahr auf – zwei Eigenschaften, die auch bei schwieriger Abreifewitterung für Vermarktungssicherheit sorgen. So lässt sich die Ernte planbar und ohne unnötige Qualitätsrisiken vermarkten, sei es als Brot- oder als hochwertiger Futterweizen.
WESTPORT passt zu dir, wenn …
- du das maximale Ertragspotenzial im B-Segment ausschöpfen willst,
- du eine rostgesunde, fusariumtolerante Sorte für einen schlanken Pflanzenschutz suchst,
- du im Norden oder Westen Deutschlands wirtschaftest und Wert auf Anbauflexibilität legst,
- und du einen kurzstrohigen, unkomplizierten Bestand mit hoher Fallzahlsicherheit möchtest.
Fazit: WESTPORT – In Sachen Ertrag der sichere Hafen
WESTPORT verbindet die höchste Ertragseinstufung aller B-Weizen mit einer starken Gesundheit und einer marktgerechten, fallzahlsicheren Qualität. Für Betriebe, die mit wenig Aufwand viel ernten wollen, ist das eine überzeugende Kombination – ein Ertragsweizen, der hält, was sein Name verspricht.
Sortenprofil und Stärken
WESTPORT ist ein in Deutschland zugelassener Winterweichweizen der Qualitätsgruppe B; das Bundessortenamt führt die Sorte seit dem Zulassungsjahrgang 2024. Agronomisch handelt es sich um einen kurzstrohigen Bestandesdichtetyp mit mittlerer bis später Reife. Der Ertrag wird über eine hohe Bestandesdichte und eine mittlere Kornzahl je Ähre abgesichert – ein Sortentyp, der von gut etablierten, dichten Beständen profitiert.
Herausragend ist die Ertragsleistung: In der amtlichen Einstufung erreicht WESTPORT mit APS 8 in Stufe 1 und APS 8 in Stufe 2 die Spitze im B-Sortiment. Ergänzt wird dieses Ertragsprofil durch eine sehr gute Rostgesundheit (Yr2b-Gen gegen Gelbrost, geringe Braunrostanfälligkeit), Stärken gegen Mehltau, eine gute Fusariumtoleranz sowie hohe Fallzahlen bei geringer Auswuchsgefahr. Die Winterhärte ist gut, die Standfestigkeit mittel. Weiterführende Detailwerte lassen sich jederzeit in der Beschreibenden Sortenliste des Bundessortenamts nachschlagen.
Da WESTPORT erst 2024 zugelassen wurde, stehen belastbare mehrjährige Landessortenversuchsergebnisse noch am Anfang. Wir verzichten daher bewusst darauf, einzelne Ertragsprozente aus dünner Datenbasis herauszugreifen, und stützen die Ertragsbeurteilung auf die offizielle, sortimentsbezogene BSA-Einstufung. Sobald mehrjährige Regionalergebnisse vorliegen, ordnen wir diese hier ein.
Anbauempfehlung und Bestandesführung
Winterweizen stellt insgesamt hohe Ansprüche an Bodenfruchtbarkeit und Wasserversorgung; sichere Erträge werden auf nährstoffreichen, tiefgründigen Böden erzielt. WESTPORT ist als ertragsstarker, gesunder B-Weizen vor allem für die Anbaugebiete im Norden und Westen konzipiert, kann seine Stärken aber überall dort ausspielen, wo dichte, gesunde Bestände geführt werden.
Als Bestandesdichtetyp reagiert WESTPORT empfindlich auf zu geringe Saatstärken: Die Ähren je Quadratmeter sind der wichtigste Ertragsbaustein. Die Saatstärke sollte daher nicht zu knapp bemessen werden. Praxisübliche Richtwerte für die Bestandesführung fasst die folgende Übersicht zusammen:
| Standort | Nährstoffreiche, tiefgründige Böden mit guter Wasserversorgung; besonders für den Anbau im Norden und Westen geeignet |
| Aussaat | Mittelfrühe bis mittelspäte Saattermine; sehr gut stoppelsaat- und spätsaatverträglich (z. B. nach Mais oder Zuckerrüben) |
| Aussaatstärke | Als Bestandesdichtetyp nicht zu dünn säen: bei Normalsaat ca. 300–350 keimfähige Körner/m²; bei später Saat oder ungünstigem Auflauf bis ca. 380–400 Körner/m² |
| Düngung | Ausgewogene, dem Ertragsziel angepasste N-Düngung; bewährt ist eine dreigeteilte Gabe (Vegetationsbeginn / Schossen / Spätgabe) zur Absicherung von Ertrag und B-Qualität |
| Wachstumsregler | Dank kurzer Wuchshöhe meist moderater Bedarf; bei mittlerer Standfestigkeit auf wüchsigen Standorten und in dichten Beständen situationsgerecht absichern |
In der Herbizid- und Fungizidplanung bleibt WESTPORT ein Weizen für klare, aber nicht überkomplexe Entscheidungen. Die gute Gesundheit erlaubt ein risikoorientiertes Programm, das den tatsächlichen Befallsdruck in den Mittelpunkt stellt, statt starr nach Kalender zu behandeln.
Krankheitsresistenzen und Pflanzengesundheit
- Gelbrost: geringe Anfälligkeit dank Resistenzgen Yr2b
- Braunrost: sehr geringe Anfälligkeit – ein klarer Vorteil in braunrostkritischen Jahren
- Mehltau: ausgeprägte Stärken in der Blattgesundheit
- Ährenfusarium: gute Toleranz für ein günstiges Verhältnis aus Ertrag und Mykotoxinsicherheit
- Winterhärte: gut, mit Unempfindlichkeit gegenüber Spätfrösten
Das Resistenzpaket ist der zweite große Pluspunkt von WESTPORT neben dem Ertrag. Gerade die Kombination aus Rostgesundheit und Fusariumtoleranz reduziert typische Ertrags- und Qualitätsrisiken deutlich. In der Praxis lässt sich der Fungizidaufwand dadurch häufig verschlanken – vorausgesetzt, Standort, Saattermin und Witterung werden im Blick behalten. In maisbetonten Fruchtfolgen oder unter feucht-warmer Blüte bleibt eine gezielte Ährenbehandlung dennoch sinnvoll, da auch eine tolerante Sorte keine Freikarte gegen Fusarium ist.
Ertrag und Wirtschaftlichkeit
Ertragsseitig ist WESTPORT klar als Hochleistungs-B-Weizen angelegt. Die Einstufung mit APS 8 sowohl in der extensiven als auch in der intensiven Stufe zeigt, dass die Sorte nicht nur unter Volldüngung und intensivem Pflanzenschutz überzeugt, sondern auch in reduzierter Führung stabil abschneidet. Für Betriebe bedeutet das einen breiten Wirkungsbereich: Das Potenzial wird nicht nur unter Optimalbedingungen abgerufen.
Wirtschaftlich sollte WESTPORT vor allem über Hektarertrag, Anbausicherheit und schlanken Pflanzenschutz gedacht werden. Die hohe Ertragsleistung, kombiniert mit reduziertem Krankheitsrisiko und guter Fallzahlsicherheit, verbessert das Kosten-Ertrags-Verhältnis – gerade in Zeiten, in denen die Preisdifferenz zwischen B- und Futterweizen zeitweise gering ausfällt. Da der Rohproteingehalt bei ertragsbetonten B-Weizen naturgemäß nicht die Hauptstärke ist, entscheidet eine standort- und sortengerechte Düngestrategie darüber, ob die B-Vermarktung ökonomisch aufgeht. Wer den Fokus auf sichere Erträge und verlässliche Fallzahlen legt, findet in WESTPORT eine schlüssige Wahl.
Einsatzbereiche und Praxiseignung
WESTPORT passt besonders gut zu Betrieben, die einen ertragsstarken, gesunden B-Weizen für breite Einsatzbereiche suchen. Durch die sehr gute Stoppelsaat- und Spätsaateignung bleibt die Sorte auch nach spät räumenden Vorfrüchten wie Mais oder Zuckerrüben eine interessante Option – vorausgesetzt, das Saatbett wird sauber vorbereitet und die Saatstärke dem späteren Termin angepasst. In engeren Getreidefruchtfolgen spielt die Sorte ihre Flexibilität aus, ohne dass Abstriche beim Ertragspotenzial nötig sind.
Innerhalb des SECOBRA-Portfolios ergänzt WESTPORT die bewährten B-Weizen und rundet ein praxisorientiertes Sortiment ab. Wer weitere Optionen im B-Segment vergleichen möchte, findet mit dem standfesten GARFIELD B, dem stoppelweizentauglichen CAMPESINO B und dem ertragsstarken KINGKONG B passende Alternativen; einen Überblick über das gesamte Weizensortiment gibt die Seite Winterweizen. So wird WESTPORT nicht nur als Einzelsorte, sondern als Teil einer stimmigen Anbaulösung sichtbar.
Praxisvorteile auf einen Blick
- Höchstes Ertragsniveau: beste Ertragseinstufung aller B-Weizen (APS 8/8)
- Starke Rostgesundheit: Yr2b-Gen gegen Gelbrost, sehr geringe Braunrostanfälligkeit
- Fusariumtolerant: hoher Ertrag bei niedrigem Mykotoxinrisiko
- Kurz im Wuchs: senkt das Lagerrisiko und erleichtert die Bestandesführung
- Fallzahlsicher: hohe Fallzahlen und geringe Auswuchsgefahr für sichere Vermarktung
- Flexibel im Saatfenster: sehr gut stoppelsaat- und spätsaatverträglich
- Winterhart: gute Winterhärte und Unempfindlichkeit gegen Spätfröste
Hinweis: Die dargestellten Eigenschaften, Daten und Grafiken geben die Erkenntnisse aus Wertprüfungen, Landessortenversuchen und Eigenversuchen wieder. Wir übernehmen keine Haftung für die Angaben. Auswahl der Vergleichssorten durch SECOBRA Saatzucht GmbH. Stand: April 2026
Häufige Fragen zu WESTPORT
Was zeichnet WESTPORT aus?
WESTPORT ist ein 2024 zugelassener B-Winterweizen mit der höchsten Ertragseinstufung aller B-Weizen (APS 8/8). Er kombiniert dieses Spitzenertragsniveau mit einer sehr guten Rostgesundheit, einer guten Fusariumtoleranz, kurzer Wuchshöhe und hohen Fallzahlen. Damit ist WESTPORT ein Ertragsweizen, der sich mit vergleichsweise wenig Aufwand führen lässt.
Für welche Standorte und Regionen eignet sich WESTPORT?
Am besten passt WESTPORT auf nährstoffreiche, tiefgründige Böden mit guter Wasserversorgung. Konzipiert ist die Sorte vor allem für die Anbaugebiete im Norden und Westen Deutschlands. Durch die sehr gute Stoppel- und Spätsaateignung ist sie zudem für Betriebe mit späteren Saatterminen und engen Getreidefruchtfolgen interessant.
Wie hoch sollte die Saatstärke bei WESTPORT sein?
Als Bestandesdichtetyp baut WESTPORT den Ertrag über die Zahl der Ähren je Quadratmeter auf. Die Saatstärke sollte daher nicht zu gering bemessen werden. Praxisübliche Richtwerte liegen bei Normalsaat bei etwa 300–350 keimfähigen Körnern je Quadratmeter und bei später Saat oder ungünstigem Auflauf bis rund 380–400 Körner. Die genaue Menge ist an Standort, Saatbett und Saattermin anzupassen.
Wie gesund ist WESTPORT gegenüber Rost und Fusarium?
Die Rostgesundheit gehört zu den Kernstärken der Sorte: Gegen Gelbrost trägt WESTPORT das Resistenzgen Yr2b, gegen Braunrost ist die Anfälligkeit sehr gering. In der Ähre überzeugt die Sorte mit einer guten Fusariumtoleranz. Das erlaubt in vielen Situationen ein schlankes, risikoorientiertes Fungizidprogramm – in fusariumkritischen Fruchtfolgen bleibt eine gezielte Ährenbehandlung dennoch empfehlenswert.
Wie steht es um die Standfestigkeit?
WESTPORT bleibt kurz im Wuchs, was das Lagerrisiko grundsätzlich senkt. Die offizielle Standfestigkeit ist mittel eingestuft. Auf wüchsigen Standorten, nach organischer Düngung oder in sehr dichten Beständen sollte der Wachstumsregler daher situationsgerecht eingesetzt und nicht vollständig gestrichen werden.
Lässt sich WESTPORT nach Mais anbauen?
Ja. WESTPORT ist sehr gut stoppelsaat- und spätsaatverträglich und eignet sich damit auch für die Aussaat nach spät räumenden Vorfrüchten wie Mais. Wichtig sind ein sauber vorbereitetes Saatbett, eine an den späten Termin angepasste (höhere) Saatstärke sowie ein Strohmanagement, das das Fusariumrisiko im Blick behält.
Lässt sich WESTPORT ökologisch anbauen?
WESTPORT ist eine konventionelle Sorte und derzeit nicht für den ökologischen Landbau zertifiziert. Für Ökobetriebe stehen im SECOBRA-Sortiment eigene, gezielt für den Öko-Anbau gezüchtete Weizensorten zur Verfügung.